Was soll das hier?

17. Jan 2017


Es gibt unzählige Blogs über Mamas und unseren alltäglichen Wahnsinn, ebensoviele Blogs über besonders gesunde und schön anzuschauende Esswaren und noch mehr Blogs über Spiritualität oder einen ultra hippen Lifestyle. Ich würde sagen, wir sind nicht nur gesättigt, sondern durchaus übersättigt.

Also warum in aller Welt, habe ich das Bedürfnis meinen Senf auch noch in die digitale Welt da draussen zu quetschen und mehr noch, habe ich das Gefühl, dass überhaupt irgendjemand meinen Blog lesen wird? Zumal ich nicht einmal ein begabter Schreiberling bin.


Schreiben will ich ihn, um für mich festzuhalten, wohin mich meine Reise führen wird, denn Momentan sieht meine Reiseroute noch sehr ungewiss aus, einzig das Ziel steht fest: Ich will zu mir und zwar 100% ehrlich. ICH.


Ich will festhalten, ob und wie sich mein Leben ändern und sich anfühlen wird, wenn ich endlich mit vollem Bewusstsein am Steuer stehe und mich nicht wie ein Blatt im Wind in alle Richtungen tragen lasse. Versteht mich nicht falsch, sich treiben zu lassen, für vieles offen zu sein, begeisterungsfähig für Neues zu sein und auf allen Hochzeiten zu tanzen, hat durchaus sein Gutes! Ich kann mit meinen 36 Jahren ruhig sagen, dass ich so einiges an Lebenserfahrung mitbringe, sehr flexibel und lösungsorientiert bin, viel erlebt habe, viele tolle Menschen kennengelernt habe und doch auf so einiges zurückblicken kann, welches ich erschaffen habe. Die Kehrseite die bekanntlich jede Medaille hat, gibt es aber eben auch hier. Irgendwann im letzten Jahr habe ich erkannt, dass ich ziemlich orientierungslos durch mein Leben stolpere, von einer Phase in die Andere schlittere und den Blick für das grosse Ganze und die Ferne nie richtig gehabt habe.

Ich habe viele meiner Entscheidungen von Anderen abhängig gemacht, oder von dem was Andere dachten gut für mich wäre, oder sogar ich in diesem Moment mit pragmatischem Blick, dachte gut für mich sei.

Dass ich auf mein Herz, meine Seele, mein Inneres hören könnte und dass dieses Innere sogar Recht haben könnte, ist mir nie in den Sinn gekommen oder aber, habe ich es sehr erfolgreich unterdrückt.


Zum Glück, hat mir aber das Leben, welches sonst immer so gütig zu mir gewesen ist, einige bedeutsame Krisen geschenkt. Denn bekanntlich wächst und entwickelt der Mensch sich nur in Krisensituationen. Ja, man bleibt gezwungenermassen stehen, denn so wie es gerade läuft, läuft es eben nicht mehr! Dann bleibt einem nichts anderes übrig als entweder den Kopf in den Sand zu stecken und sich tot zu stellen oder das Leben am Schopf zu packen und dort, wo es am Meisten weh tut, hinzuschauen, zu wühlen und liebevoll zu stochern bis man sein eigenes Herz wieder fühlt und langsam darin Vertrauen gewinnt, dass dieses kleine, wundervolle Ding, eigentlich ganz genau weiss, was es will und was ihm gut tut.


In der Hoffnung, dass ich anderen Menschen Mut machen kann, ebenfalls aus dem sich unglaublich schnell drehenden Rad des Lebens auszusteigen, kurz inne zu halten, um dann mit dem Steuer in der Hand, wieder einzusteigen, habe ich mich dazu entschlossen, meine Reise öffentlich zu machen. Ich bin bestimmt nicht die Erste und nicht die Letzte, die sich auf ihren Weg gemacht hat oder sich machen wird, also können wir doch gegenseitig von einander lernen, uns unterstützen und inspirieren.

Ich war mutig, habe Anlauf genommen und springe mit einem grossen Satz in Richtung Zukunft!

Ich lade euch ein, euch mit mir auf den Weg des Herzens zu machen und freue mich über jede und jeden Mitreisenden!